Cirebon

File 158Im Norden Javas liegt die Stadt Cirebon, etwa 300 km östlich von der Hauptstadt Jakarta entfernt. Der einst kleine Fischerort der Provinz Jawa Barats entwickelte sich in den vergangenen Jahrhunderten zu einer der größeren Städte Indonesien, die mittlerweile rund 300 000 Einwohner zählt. Der Kraton Kasepuha und Kanoman zeugen noch heute von der Zeit Cirebons als mächtiges Sultanat. Im 17. Jahrhundert wanderten im Zuge der niederländischen Kolonialherrschaft viele Chinesen zu und garantieren bis heute eine große Vielfältigkeit im kulturellen Bereich sowie den Alltagsgeschäften.

 

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Der Besuch ausgewählter Sehenswürdigkeiten Cirebons ist durchaus lohnenswert. Religiöse Bauten, wie die Moschee Mesjid Agung oder der chinesische Tempel Kleteng Thiaw Kak Sie lassen den ehemaligen Prunk der Vergangenheit erahnen und die Paläste der Sultane sowie das Museum im Kraton Kespuhan gewähren einen tieferen Einblick in zurückliegende Regierungsgeschäfte der Stadt. Wer in Cirebon ist, sollte um keinen Preis eines der Wayang Aufführungen verpassen. Das Schauspiel mit bunten Masken und Stabpuppen ist tief in der Tradition der Javaner verwurzelt. Genau wie die Anfertigung des Batik. Es beschreibt das aufwendige Verfahren zum Färben von Textilien, bei denen mit Wachs Ornamente oder einfache Muster auf das Gewebe der Stoffe aufgetragen wird. Sie ist darüber hinaus ein wesentlicher wirtschaftlicher Faktor, genau wie der Fischfang und der Tourismus im Allgemeinen.

In den Restaurants und Bars haben sich die Javaner längstens auf Reisende aus dem Westen eingestellt und bieten in der Regel Gerichte der internationalen Küche an. Keinesfalls muss jedoch auf die regionalen Spezialitäten verzichtet werden. Gewürze aus der sundanesischen, malaiischen, chinesischen und sogar arabischen Küche fanden ihren Weg in die Kochtöpfe Cirebons. Im Toserba Yogya Grand Center befinden sich neben zahlreichen Restaurants und Bars auch Geschäfte, in denen nach Herzenslust eingekauft werden kann.