Bromo Tengger Semeru

File 155Der Bromo Tengger Semeru Nationalpark umfasst lediglich rund 50 km² und gehört damit zu den kleineren Naturreservoiren Javas. Im Osten der Insel gelegen wird er häufig von Touristen angesteuert, die bereits im ca. 30 km entfernten Malang einen Stop eingelegt haben oder aber aus der Küstenregion Surabayas im Norden kommend nun die südliche Region ansteuern. In beiden Städten kann an ausgewählten Informationsstellen näheres über den Nationalpark in Erfahrung gebracht werden.


File 101Die Silhouette des Bromo Tengger Semeru Nationalparks besticht durch einen großes Krater, in dessen Inneren sich die einzelnen Vulkane Mount Batok, Mount Kursi, Mount Watangan, Mount Widodaren und der bekannteste unter ihnen Mount Bromo erheben. Jeder einzelne diese teilweise noch aktiven Vulkane erreicht eine Gesamthöhe von 2.400 bis 2.700 Meter. Im Gegensatz zu anderen Nationalparks wie dem Ujung Kulon oder Alas Purwo hat der Bromo Tengger Semeru seine natürlichen Grenzen nicht am Meer. Der Krater selbst und Teile des Umlandes sind von einem wüstenartigen Sandmeer umgeben. Wer daher nicht auf eine üppige Flora und Fauna verzichten möchte, sollte sich eher in tieferen Regionen am Fuße des Kraters aufhalten.
Der Name des erst 30 Jahre jungen Nationalparks stammt vom dort ansässigen Volk - die Tengger. Ihre Trachten und das alltägliche Treiben kann bei einem Besuch des “Poten”, einem hinduistischen Tempel, beobachtet werden. Anschließend kann entlang der natürlich entstandenen Lavarinnen spaziert werden. Über die Jahrhunderte entstanden daraus zahlreiche Flüsse, die aus dem Landschaftsbild heute nicht mehr weg zu denken sind und am Ende ihres Laufs in Wasserfällen münden.


File 110Am besten kann man die Aussicht über das Tengger Gebiet von der höchsten Erhebung des Mount Pananjakan mit ca. 2800 m genießen. Wer einen distanzierten Blick auf die qualmenden Riesen der Insel werfen möchte besteigt indes vorzugsweise den Mount Semeru, den höchsten Berg ganz Javas mit einer Gesamthöhe von rund 3800 m. Dieser befindet sich weiter südlich des Tengger Komplexes und gehört außerdem zu den aktivsten Vulkanen Indonesiens. Um nach einer Vulkanbesteigung in einigen hundert Metern Höhe zu übernachten, braucht es zusätzlich einen dicken Schlafsack, da sich die Temperaturen nachts durchaus um den Nullpunkt bewegen.