
Borobodur Tempel
In mitten der grünen Berglandschaft Zentraljavas erhebt sich der imposante Tempelbau Borobodur. Die einzelnen Stockwerke sind pyramidenartig auf einander gesetzt und über ihnen befinden sich drei runde Steinterrassen mit über 70 Stupas, die der Verehrung Buddhas dienen. Ganz oben thront ein noch größerer Stupa, mit einem Durchmesser von rund 10 Metern. Die einzelnen Reliefs der Stufen zeigen u.a. das Leben und Wirken des historischen Buddhas, was den Borobodur heute nicht nur zu einer Touristenattraktion macht, sondern auch viele gläubige Javaner anzieht.
Aller Wahrscheinlichkeit nach wurde diese religiöse Stätte im 8./9. Jahrhundert über rund 80 Jahre hinweg in Anlehnung an die buddhistische Kosmologie erbaut und beherbergte zum damaligen Zeitpunkt möglicherweise auch die Mönche Javas. Gut eintausend Jahre später ist vom einstigen Prunk des Tempels nicht mehr viel übrig gewesen. Zahlreiche historische Ereignisse, aber auch Witterungsbedingungen und Vulkanausbrüche ließen die Anlage nahezu in Vergessenheit geraten. Vor hundert Jahren erst begann man mit der Freilegung und Säuberung des Tempelhügels. In mehreren Etappen und mit Unterstützung der UNESCO wurde die ca. 123 m lange und 34 m hohe Tempelanlage restauriert und 1991 zum Weltkulturerbe ernannt. Der Borobodur zählt damit zu den größten und wichtigsten buddhistischen Baustätten in ganz Südostasien, obgleich lediglich die Hälfte aller Buddha Statuen noch vorhanden ist. Allein für den Ausblick auf die grünen Berglandschaften Javas und die umliegenden Vulkane lohnt sich ein Ausflug zum Borobodur Tempel. Ein archäologisches Museum vor Ort erlaubt seinen Besuchern darüber hinaus einen Einblick in die Arbeit der Restauration und hält eine Menge an Informationen zur javanischen Geschichte allgemein bereit. In kürzester Zeit ist der Borobodur beispielsweise vom 40 km entfernten Yogyakarta zu erreichen.
